Bei sich ankommen -

mit Ruhe, Klarheit und innerer Sicherheit!

 

 

Ich begleite Menschen, die viel tragen – und sich selbst dabei nicht verlieren möchten.

Viele Menschen, die zu mir kommen, wirken nach außen stabil. Sie tragen Verantwortung, sie funktionieren und treffen tagtäglich viele Entscheidungen. 

Und gleichzeitig gibt es diese Momente, in denen genau das plötzlich nicht mehr greift. Sie fühlen sich in Gesprächen unsicher. Der innere Druck wird immer stärker und ein Gefühl übernimmt schneller, als man reagieren kann.

Oft merkt man es erst danach und man denkt, dass man doch besser hätte ganz anders reagieren sollen. Ruhiger, klarer und selbstbewusster. Eigentlich weiß man genau, was besser gewesen wäre, aber in dem Moment war es einfach nicht abrufbar.

Hier fehlt es selten an Wissen!

Die meisten haben sich bereits ausführlich mit sich selbst beschäftigt und können Zusammenhänge schon erkennen und wissen vielleicht auch schon über ihre eigenen Muster Bescheid. Aber in den entscheidenden Momenten haben sie keine Wahl - die Reaktion ist schneller, als die eigene Klarheit. Entscheidungen werden unter Druck getroffen oder aus der Gewohnheit heraus. 

Die Signale des Nervensystems werden oftmals übergangen und die körperliche Anspannung wird nicht wahrgenommen. Das Nervensystem läuft auf Hochtouren, während man versucht ruhig und richtig zu reagieren. Was oft nur so halb funktioniert. 

Erst im Nachhinein fällt einem dann auf, dass man wieder so gehandelt hat, wie man es eigentlich gar nicht mehr wollte - oder wie es einem überhaupt nicht gut tut.

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten

Albert Einstein

Ich kenne diesen Zustand nicht nur aus der Theorie, sondern auch aus meiner eigenen Erfahrung und aus vielen Jahren beruflicher Praxis in der Begleitung von Menschen in belastenden Lebenssituationen. In meiner Arbeit als Sozialpädagogin habe ich immer wieder genau diese Dynamiken erlebt. Menschen die viel verstehen und reflektiert sind und trotzdem in entscheidenden Momenten keinen Zugriff auf sich selbst haben.

Diese Erfahrung prägt meinen Blick bis heute.

Nicht im Sinne von Diagnosen oder festen Konzepten, sondern als tiefes Verständnis dafür, wie sich innere Prozesse aufbauen, wie sie sich im Körper zeigen – und wie schnell sich Reaktionen verselbstständigen können.

Fort- und Weiterbildungen sind für mich dabei kein formaler Schritt, sondern eine konsequente Vertiefung dieser Arbeit. Aktuell ergänze ich meine Praxis durch die Ausbildung zur psychologischen Beraterin bzw. Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Ich habe mich selbst lange angepasst und überall sehr gut funktioniert - gleichzeitig aber kaum noch gespürt, wo meine Grenzen überhaupt lagen. Nach außen hin war ich stark - nach innen angespannt und erschöpft.

Meine entscheidende Veränderung begann nicht dort, wo ich noch mehr über mich verstand, wie ich funktionierte. Sie entstand durch einen Perspektivwechsel, der für mich zunächst noch total ungewohnt war. Ich erkannte, dass nichts in mir gegen mich arbeitet. Jede Reaktion, jedes Muster und jedes Verhalten hatte einen guten Grund und eine Funktion. Sie waren keine Fehler, sondern ein Versuch mit den unterschiedlichsten Situationen und Anforderungen umzugehen.

Von dem Moment an veränderte sich mein Blick. Ich fragte nicht mehr: "Warum muss das immer mir passieren?!", sondern:

Wofür ist das gerade eine Lösung - auch wenn sie mich einschränkt?

Genau diesen Punkt betrachte ich als zentral. Es geht nicht um das schnelle Korrigieren von einem Verhalten und es geht auch nicht um das Vermeiden von Stress. Es geht um das Verstehen von inneren Prozessen und dem, was im Körper und im Nervensystem geschieht. Denn solange etwas weg-muss, entsteht Druck. Unter diesem Druck greifen genau die Muster, die man eigentlich verändern möchte. Und gleichzeitig entzieht sich der Körper immer mehr der bewussten Steuerung.

 

Das merkwürdige Paradoxon ist, dass ich mich verändern kann, wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin

Carl Roger 

Ich arbeite nicht daran, dass Menschen sich besser fühlen und auch nicht daran, Stress grundsätzlich zu vermeiden. Im Kern geht es um etwas anderes:

Es geht darum, Selbstführung zu behalten, auch wenn Belastung da ist.

Es geht darum, dass man wieder Zugriff zu sich bekommt, auch wenn der Moment gerade kippt und man scheinbar wieder in alte automatisierte Muster rutscht. Und das nicht nur auf gedanklicher, sondern eben auch auf körperlicher Ebene. Viele Menschen versuchen sich über ihre Gedanken zu beherrschen. Doch das kann nicht allein funktionieren. Stress entsteht im Körper und auch dort kann er wieder gelöst werden. Daher ist Nervensystemregulation ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit. Denn wenn der Körper in einem regulierten Zustand ist, dann kann auch verstanden werden, was wie in einem wirkt.

Das bedeutet konkret:

  • die eigenen Körpersignale wahrzunehmen - bevor sie sich zu Überforderung oder Erschöpfung verdichten
  • nicht gegen die Emotionen zu arbeiten, sondern sie zu fühlen - ohne die eigene Richtung zu verlieren
  • sein eigenes Nervensystem so zu unterstützen, dass wieder mehr innere Stabilität entsteht
  • nicht aus Automatismen zu reagieren, sondern Entscheidungen wieder bewusst treffen zu können
  • schon früher zu bemerken, was gerade innerlich und körperlich passiert und sich wieder auszurichten

In meiner Arbeit entsteht dafür ein sicherer Rahmen, in dem genau diese Prozesse sichtbar werden. Wir schauen nicht abstrakt auf „Themen“, sondern auf die Momente, in denen etwas kippt. Was genau dort passiert und welche Funktion eine Reaktion erfüllt und wie sich das gleichzeitig im Körper zeigt. Wir erkunden wie Anspannung beginnt und wie sich Stress im Nervensystem aufbaut. Und auch, an welchem Punkt Einfluss überhaupt wieder möglich ist. Schritt für Schritt entsteht dadurch innere Stabilität, die nicht im geringsten davon abhängt, dass alles ruhig ist und bleibt. Sondern davon, dass Regulation auch dann möglich ist, wenn alles um einen herum gerade in Aufruhr ist.

Veränderung zeigt sich hier nicht daran, dass sich jemand dauerhaft gut fühlt, sondern daran wie schnell Selbstführung wieder möglich ist,

 

Life isn´t about waiting for the storm to pass... It´s about learning to dance in the rain

Viviane Green

 

 

Wenn Sie sich in diesen Beschreibungen wiederfinden, dann kennen Sie wahrscheinlich genau diese Situationen.

Die Momente, in denen eigentlich alles da wäre –und trotzdem nicht verfügbar ist. 

Oder auch die Momente, in denen man das Gefühl hat, als wäre da gar nichts, auf das man zurückgreifen könnte.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass alles was Sie brauchen bereits in Ihnen ist - es ist nur nicht immer zugänglich.

Es ist überlagert von Mustern, überdeckt von Druck und Anspannung und gebunden in Reaktionen, die einmal sinnvoll waren - es jetzt aber nicht mehr sind.

In meiner Begleitung geht es darum, diesen Zugang wieder freizulegen. Nicht indem etwas hinzugefügt wird, sondern indem etwas sichtbar wird, was längst da ist.

 

 

Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemanden empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden.

Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt.

 

Virginia Satir